Die grassierende Erkältungswelle erreicht Waldesruh. Fast jedermann und jede Frau im Ort klagt über Kopf- und Halsschmerzen, Husten oder Schnupfen.

Erkältungswelle erreicht Waldesruh

„Es ist schrecklich, ich bekomme kaum ein Wort heraus, nur ein heiseres Krächzen“, jammert Fräulein Krause „und das Telefon klingelt ständig.“ Auch Egon Schulze ist aufgrund seiner Hustenanfälle keine wirkliche Hilfe. „Man traut sich ja kaum etwas anzufassen oder jemanden die Hand zu geben. Nicht das man hier noch mehr Leute ansteckt. Das wäre eine mittlere Katastrophe für Waldesruh. Wer soll sich denn dann um die ganzen kranken Urlauber hier kümmern?“

Selbst Frau Dr. Bendig hat momentan alle Hände voll zu tun: „So viele Erkältungen habe ich noch nie in meiner Praxis gehabt. Die muss wohl irgend einer der Urlauber hier eingeschleppt haben. Gut, dass der Bärenwirt hier ist. Der hilft mit schmackhaften und kräftigenden Hühnersuppen.“ Mit Hühnersuppen kann man Bauer Heinrich nicht locken. „Isch bin nüsch krank odder erkältet. Meine Medischin is een scheenes Fäschschen vom Bitterblubber. De Kräudder dadrinne sin dat besschte Medischin. Die hält diche jesunt. Dat schwörr isch dier!“

Allen Erkrankten rät Frau Dr. Bendig sich etwas zu schonen. „Man braucht nicht den ganzen Tag im Bett zu liegen, Besser sind moderate Tätigkeiten, bei denen man sich nicht anstrengen muss. Auch ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft kann nicht schaden. Unterstützend kann man eine kräftige Hühnersuppe essen und man sollte viel trinken. Eine Erkältung kommt von allein und geht auch wieder allein. Moderne Arzneimittel helfen nur denen, die sie produzieren oder verkaufen.“

Der Waldesruher Tagesbote wünscht allen Erkrankten gute Besserung und allen Gesunden eine gute Gesundheit!