Erfolgreicher Einwanderer: die Nilgans

Ursprünglich aus dem Afrika südlich der Sahara kommend erobert die Nilgans auch zunehmend den Bremer Raum. Jedoch kommen die bei uns gesichteten Tiere keinesfalls aus Afrika. Vielmehr wurde diese Art im 17. Jahrhundert in England eingebürgert, wo sie vielfach als Ziergeflügel in Parks und Gärten gehalten wurde. Von dort aus breitete sie sich nach Holland aus und auch in Deutschland findet man inzwischen über 5000 Brutpaare. Hier gilt diese schöne Halbgans als Standvogel, d.h. er überwintert auch hier.

Nilgänse gehören zu den erfolgreichsten Neozoen unserer Zeit. Bis in die 1970ger Jahre galt die britische Population stabil, jedoch ab diesen Jahren erfolgte die Ausbreitung rasant über die Niederlande entlang des Rheines und hat inzwischen die Schweiz erreicht, im Osten über die Donau Österreich. Auch in Norddeutschland wird diese Art häufiger gesehen – 2011 sind Exemplare im Brandenburger Havelland beobachtet worden.

Die Art gilt während der Brut- und Aufzuchtzeit als aggressiv – besonders andere Enten- und Gänsevögel werden in der Nähe nicht geduldet. Diesen Grund geben die Jagverbände gern an, um die Nilgans bejagen zu dürfen – noch zählt diese Art jedoch nicht zum jagdbaren Wild.

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