Egon Schulze zeigt sich enttäuscht von der Harzer Tourismuskonferenz, welche vor wenigen Minuten in Waldesruh zu Ende gegangen ist.

Erstmalig war der kleine beschauliche Ort Ausrichter dieser jährlich stattfindenden Konferenz. “Es wurde viel zwischen den Anwesenden diskutiert. Doch statt Lösungen und Konzepte für die Zukunft zu finden, wurden wieder einmal nur die Dinge aufgezeichnet, die nicht laufen.” berichtet der Waldesruher Ortsvorsteher Egon Schulze gegenüber dem Waldesruher Tagesboten.

“Immer wieder war zu spüren, daß es einzelnen Gemeinden nur um die Wahrung ihrer Besitzstände geht. Von einem großen gemeinsamen Harz sind wir noch weit entfernt.” berichtete ein anderer Vertreter.

Das von Waldesruh und seinen drei Nachbargemeinden seit einigen Jahren gelebte Projekt der gemeinsamen Vernetzung wurde zwar wohlwollend aufgenommen. Jedoch scheiterte eine Umsetzung auf den gesamten Harz an der vorhandenen Meinungsvielfalt.

“Schade, an diesem Wochenende wurde wieder viel diskutiert, aber wenig erreicht!” fasst Egon Schulze die Konferenz in wenigen Worten zusammen.

Gerade für kleinere Orte im Harz wäre eine gemeinsame Vernetzung eine gute Basis gewesen, um sich für die Zukunft gut aufzustellen. “Aber gerade hier haben die größeren Kommunen gemauert.”

Nun wollen die vier Gemeinden Wilhelmsbrunn, Friedrichs-rodeWaldrode und Waldesruh ihre vor Jahren begonnene Zusammenarbeit in eigener Verantwortung und allein unter sich weiter intensivieren. Egon Schulze gegenüber unserer Zeitung: “In Abwandlung eines älteren Zitates möchte ich sagen: Wer sich nicht bewegt, den bestraft die Gesellschaft.”