Ein überraschendes Geständnis – Weihnachtsgeschichte Teil 10

Nun, für das Weihnachtsfest sah es dieses Jahr wirklich sehr, sehr düster aus! Selbst der Weihnachtsmann wusste keinen Rat! Doch dann wurde Förster Grünrock ein überraschendes Geständnis gemacht.

Ein überraschendes Geständnis - Teil 9 Weihnachtskrimi aus Waldesruh

Die Weihnachtsgeschichte 2017 …

Was bisher geschah: Die Waldesruher und ihre Gäste wollten am 2. Advent das Rentier vom Weihnachtsmann verabschieden. Dazu versammelten sich alle auf dem Waldesruher Weihnachtsmarkt. Lange warteten sie auf das Rentier. Doch das Rentier kam nicht. Aus Sorge lief Fräulein Krause zu Förster Grünrock. Im Forsthaus angekommen, machte sie eine erschreckende Entdeckung. Das Rentier war tatsächlich verschwunden. Fräulein Krause war total erschüttert. Doch schnell wurde klar, die Waldesruher mussten hier handeln.

Die Männer um Förster Grünrock suchten nach Spuren. Währenddessen übernahm Fräulein Krause die Organisation der Aufklärung. Mittlerweile geisterten die ersten Gerüchte durch Waldesruh. Es wurden erste wichtige Spuren gefunden. Nach deren Auswertung wurde beschlossen, eine grosse Suchaktion vorzunehmen. Diese wurde dann auch organisiert. Sogar die Waldtiere helfen den Waldesruhern dabei. Förster Grünrock entdeckte dabei ein grosses Geheimniss.

Mit kriminalistischem Spürsinn arbeiten Edgar Ente und Wachtmeister Hoffmann an der Lösung des Falles. Dabei kristallisieren sich drei Hauptverdächtige heraus. Nach einer Zeugenvernehmung waren die beiden auch nicht schlauer. Wer war nur der Täter? Zwischenzeitlich hatte Fräulein Krause den Weihnachtsmann dazu überreden können, unplanmässig nach Waldesruh zu kommen. Dieser hatte allerdings auch keinen weiteren Rat in dieser heiklen Situation. Auch die Suche der Waldesruher Bewohner und der Waldesruher Tiere blieb erfolglos.

… hier eine neue Folge

Und nun die Fortsetzung: Selten sieht Förster Grünrock so betrübt einem Morgen entgegen wie in diesen Tagen. Seitdem das Rentier vom Weihnachtsmann verschwunden ist, ist das tägliche Leben nicht mehr so schön. Nur noch das leere Strohlager erinnert an das Rentier. Und es ist noch gar nicht auszudenken, was ohne das Rentier aus dem Weihnachtsfest wird.

Doch an diesem heutigen Morgen ist es noch dunkler, noch grauer, noch nässer als sonst. Umso erfreuter ist unser Förster als im Morgengrauen bereits sein alter Jagdkumpan Jäger Willi vor seiner Tür steht. Doch irgendwie sieht Willi auch nicht gerade glücklich aus.

Beide begrüssen sich und Jäger Willi fragt den Förster, ob sie in das Forsthaus gehen könnten. Denn er habe dem Förster etwas zu erzählen. Natürlich willigt der Förster ein. Und beim Morgenkaffee wird dem Förster dann ein überraschendes Geständnis gemacht.

Ein überraschendes Geständnis von Jäger Willi

Am Morgen als das Rentier verschwunden sei, war Jäger Willi wie gewohnt auf Ansitz am Mühlenbach. Er wollte ein paar Wildschweine abschrecken, die sich an Bauer Raffkes Wintersaaten gütlich taten. Aber wie es oft in solchen Situationen ist, wartet man auf Wildschweine, dann kommen keine Wildschweine. Der Mond verschwand zusehends mehr hinter den Wolken und es wurde dunkler und dunkler.

Willi wollte schon den Hochsitz verlassen, da raschelte es vor ihm. Aus dem Gebüsch löste sich ein Reh langsam vom Untergrund abhebend heraus. So erkannte es zumindestens der Jäger. Anscheinend humpelte das Reh. Es schien verletzt zu sein. Als verantwortungsvoller Jäger konnte Willi kein Tier so leiden lassen. Also legte er an, visierte das Reh an und schoss. In dem Moment jedoch, als er den Abzug drückte, wehte ihm irgendetwas am Kopf herum. Dadurch verriß er beim Drücken das Gewehr und der Schuss hatte wahrscheinlich das Reh nur verletzt.

Das Tier sprang daraufhin ab und verschwand im Unterholz. Als der Förster zum Anschuss kam, entdeckte er Haare und etwas Blut. Natürlich nahm Willi dann sofort die Nachsuche auf. Schliesslich kann man kein Tier leiden lassen. Aber die Nachsuche nahm am dichten Gebüsch am Mühlenbach ein jähes Ende. Vor lauter Dornen und auch wegen der Dunkelheit konnte die Nachsuche nicht weiter fortgeführt werden. Am nächsten Morgen war er gleich frühzeitig beim Förster Grünrock am Forsthaus. Dem wollte er nämlich deswegen eigentlich Bescheid geben. Aber dann war das Rentier verschwunden und alles konzentrierte sich auf die Suche nach ihm.

War es das vermisste Rentier vom Weihnachtsmann?

Mittlerweile war er sich aber gar nicht mehr so sicher, ob er wirklich ein krankes Reh vor der Flinte gehabt hatte. Vielleicht sah das Reh etwas komisch aus, vielleicht war es ja das Rentier. Deswegen konnte er die letzten Nächte auch nicht ruhig schlafen und deswegen sei er nun heute hier.

Förster Grünrock musste erst einmal schlucken. Er kannte Willi seit langem als einen verantwortungsbewussten Jäger und guten Freund. Sollte Willi sich unbeabsichtigt eine solche Verfehlung geleistet haben? Doch erst einmal musste man Gewissheit haben. Schnell machten sich die beiden auf den Weg zu der Stelle, an der Willi das vermeintliche Reh angeschossen hatte.

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Fortsetzung folgt …

 

Edgar Ente ist ein Kind aus Waldesruh. Er interessiert sich sehr für die Natur und die Entwicklung seiner Heimat. Als Reporter hat er großen Anteil daran, dass der Ort Waldesruh quasi von der Öffentlichkeit „wieder entdeckt“ wurde und berichtet vornehmlich vom Leben aus diesem Ort.

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