Letzte Aktualisierung am 20. August 2014

DSCN5775Eine Umfrage unter den Waldesruher Bürgern zum Thema Ansiedlung eines Supermarktes erbrachte ein überraschendes Ergebnis:

99,9 % der Einwohner sind dafür, dass in Waldesruh kein Markt der grossen deutschland- und europaweit agierenden Supermärkte gebaut wird.

Zu Zeiten der DDR gab es im Ort die kleine Kaufhalle Waldesruh, welche aber nach der Wiedervereinigung geschlossen wurde. Mehr als zwanzig Jahre mussten die Einwohner zum Einkaufen in die benachbarten Städte fahren. Dinge des Grundbedarfes erhielt man beim Bärenwirt.

Aufgrund der wachsenden Touristenzahlen haben jetzt mehrere Supermarktketten Interesse am Bau eines neuen Supermarktes gezeigt. Doch einen solchen wird es nach dieser Umfrage in Waldesruh nicht geben – schon gar nicht auf der grünen Wiese.

Vielmehr werden die Waldesruher eine Genossenschaft gründen und das Gebäude der alten Kaufhalle restaurieren. Nach der Eröffnung sollen hier Waren aus der regionalen Produktion verkauft werden – die Waldesruher produzieren noch heute viele Nahrungsmittel für den eigenen Bedarf in ihren eigenen Gärten und Ställen. Wie bisher wird der Bärenwirt den Einkauf aller Waren verantworten. Produkte, welche nicht selbst hergestellt werden können, wird man versuchen aus der Region anzukaufen bzw. muss dann auf herkömmliche Produzenten zurückgreifen.

Gleichzeitig wurde dem allerorts herrschenden Verpackungswahn abgeschworen. Die angebotenen Produkte sollen ressourcenschonend verpackt sein. Hierzu der Bärenwirt gegenüber dem Waldesruher Tagesboten: “Früher hat auch eine Papiertüte für die Äpfel gereicht, warum müssen es da heute in Folie eingeschweisste Äpfel sein. Und das Fleisch wird frisch aus Waldesruher Ställen kommen und nicht aus Großschlachtereien.”

Soabld die Kaufhalle restauriert ist, werden auch zwei nette Verkäuferinnen für die Waldesruher Einkaufshalle gesucht. Bewerbungen können jetzt schon an Fräulein Krause geschickt werden.