Die Jagd in Waldesruh

Die Jagd in Waldesruh

Geschrieben von Edgar Ente

Dieser Beitrag wurde am 25.06.2021 aktualisiert.

Veröffentlicht wurde er am 16.06.2015.

Die Jagd in Waldesruh hat schon seit historischer Zeit einen festen Platz im Leben der Waldesruher. In früheren Jahren besserten sie durch die Jagd ihren Lebensunterhalt auf und bereicherten durch die Jagd ihren Küchenzettel.

Die Jagd in Waldesruh

Geschichte der  Jagd in Waldesruh

Die wildreichen Wälder boten dafür genügend Gelegenheiten. Auch kamen vereinzelt die jeweiligen Landesherren bei ihren Jagden in die Umgebung des Ortes. Die meisten aber blieben nie lange. Die bekannteste Persönlichkeit ist wohl Kaiser Wilhelm I., der mehrmals im Ort Waldesruh logierte und auch extra zur Erholung dieses beschauliche Örtchen aufsuchte.

Noch heute sind die umgebenden Wälder sehr wildreich. Neben Rotwild ist hier das Schwarzwild und das Rehwild zu finden. Das hier vorkommende Damwild und das Muffelwild wurden wahrscheinlich durch den Menschen ausgesetzt oder ist aus anderen Teilen eingewandert. Von den jagdbaren Raubtieren können wir hier Fuchs, Dachs, Wildkatze, Marder und Luchs in den Wäldern finden.

Die Jagd in Waldesruh heute

Die Jäger des Ortes sind in der Jagdgruppe Waldesruh organisiert und hegen und pflegen die Wildbestände. Die Leitung der Jagdgruppe obliegt Förster Grünrock. Dieser hat von Amts wegen schon einen strengen Blick darauf, daß es mit der Jagd nicht übertrieben wird.

Da ein Großteil der Flächen im Besitz des Ortes ist, obliegt auch das Jagdrecht der Verwaltung. Für wenige Jagdtouristen wird im Jahr die Jagd auf ausgewählte Tiere erlaubt und ist streng reglementiert. Im Nationalpark selbst ist die Ausübung der Jagd verboten.

Die Waldesruher Jäger leisten mit ihrer Arbeit einen Beitrag zur gesunden Entwicklung des Waldes und des Wildes. Sie wissen, daß man ohne Naturschutz keine Jagd betreiben kann. Heutzutage braucht niemand mehr allein für den Lebensunterhalt jagen zu gehen. Dementsprechend verstehen sich die Waldesruher Jäger mehr als Heger und Pfleger denn als Jäger.

Gesellschaftlich sind die Jäger mit ihrer Jagdhornbläsergruppe bei den Waldesruher Festivitäten immer gern gesehen. Sie stiften so manches Stück Wild für die Feiern und auch das Wild für die Küche des Bärenwirts kommt aus den heimischen Wäldern.

Zum Jägerfest in Waldesruh

Zum Jägerfest in Waldesruh sind alle Urlauber, Tagestouristen und natürlich auch alle Einheimischen eingeladen. “Wir wollen für alle Besucher die Jagd und die Jäger begreifbar machen,” erklärt Fräulein Krause von der Tourismusinformation des Ortes gegenüber dem Waldesruher Tagesboten“Viele Menschen denken, die Jagd ist nur ein Zeitvertreib für die Reichen. Doch das hinter dem Betreiben der Jagd viel mehr steckt, wissen die wenigsten Menschen.”

Mit dem Jägerfest, welches immer ein ganzes Wochenende lang stattfindet, möchte der Ort Waldesruh diese vielseitigen Facetten der Jagd zeigen. “Die Jagd ist eine Tradition, die zu unserer Geschichte dazugehört,” erzählt Fräulein Krause weiter. “Neben Führungen durch den Nationalpark und dem Wald unter dem Aspekt der Jagd gibt es rund um den Rathausplatz und um das Forsthaus eine Menge zu entdecken.”

Bei einer Trophäenschau sind die stärksten und schönsten Trophäen aus Waldesruh zu bestaunen. Die Jagdhornbläser werden mit anderen Gruppen aus der Region einen Wettbewerb austragen. Während der Greifvogelschau können Falken und andere Greifvögel bewundert werden. Auf dem Rathausplatz gibt es täglich frischen Wildschweinbraten vom Spieß und auch der Bärenwirt bringt Wildkreationen auf den Mittagstisch.

“Wir Jäger und Förster begreifen uns als Schützer der Natur. Wir selbst verstehen uns nicht als Schießer, denen es nur um die Trophäe und das Fleisch geht. Vielmehr fühlen wir uns als Naturschützer und das wollen wir unseren Gästen hier zeigen.” ergänzt Förster Grünrock die Ausführungen.

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