Die Externsteine im Teutoburger Wald

Im südlichen Teutoburger Wald befinden sich die Externsteine. Zwischen Horn und Detmold gelegen, bildet diese Felsengruppe ein einzigartiges Natur- und Kulturdenkmal.

Die Externsteine im Teutoburger Wald

Die Externsteine im Teutoburger Wald

Besonderes die Westdeutschen können sich noch an gemeinsame Schulausflüge mit der Klasse an diesen Ort erinnern. Den Ostdeutschen wird diese Felsengruppe durch den Schulunterricht ebenfalls nicht ganz unbekannt sein. Vergleichen kann man diese Sandsteinformation ohne weiteres mit der Teufelsmauer im Harz. Auch wenn die Teufelsmauer selbst noch nicht so touristisch überlaufen und vermarktet ist.

Die Externsteine bestehen aus fünf Sandsteinfelsen Bei der erdgeschichtlichen Auffaltung des Teutoburger Waldes wurden diese Felsen senkrecht gestellt. In den letzten 65 Millionen Jahren formten Wind, Eis und Wasser als Erosionskräfte die markanten Felsgestalten. Neben den Naturkräften formten auch Menschenhände das heutige Aussehen: die Grotten, die Höhenkammer und das Nischengrab sind die Nachweise dafür. Warum unsere Vorfahren an diesem Ort tätig wurden, darüber gibt es noch heute verschiedene Auffassungen.

Darüber streiten sich heute noch die Forscher. Einen Schlüssel zur Verständnis der Anlage bietet wohl das Relief der Kreuzabnahme. Sehr wahrscheinlich ist, das die Anlage den heiligen Stätten in Jerusalem nachempfunden sind. Archäologische Befunden und Spuren belegen eine Besiedlung des Geländes unterhalb der Felsen vom 10./11. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts.

Touristischer Rummel an einem besonderen Platz

Wir waren dieser Tage im März an den Externsteinen. Die Saison beginnt eigentlich erst im April und endet mit Oktober. Von November bis März sind das Infozentrum und die weiteren Einrichtungen nur teilweise geöffnet. Hinweise zu den Öffnungszeiten findet ihr hier.

Neben politischen und esoterischen Veranstaltungen zogen die Externsteine mit dem Aufkommen des Tourismus im 19. Jahrhundert auch immer mehr Wanderer und Erholungssuchende an. 1940 wurde das Gebiet der Felsen zum Erholungsgebiet erklärt. Bis 1953 fuhr sogar eine Straßenbahn zu den Externsteinen.

Dieser Entwicklung geschuldet, stellt sich heute auch das Umfeld dieser Felsengruppe dar. Eine befestigte Straße führt zu einem großen Parkplatz (Parkgebühren: 3,00 Euro). Anschließend bedarf es noch eines kurzen Fußweges von 350 Metern über einen befestigten und ausgebauten Wanderweg. Direkt am Parkplatz befindet sich eine großzügig dimensionierte Gastronomie.

Am direkten Zugang befindet sich noch einmal ein Kassenhäuschen, um den Einlass für den Aufstieg zu den Felsen lösen zu können. Der reguläre Einlass kostet 4,50 Euro. Mit dem Kombiticket des Hermannsdenkmals kostet der Eintritt hier nur 3,00 Euro.

Wir waren ganz froh, dass wir ausserhalb der Saison die Externsteine aufgesucht haben. So konnte man ohne viel Gedränge und Zeitdruck diese einmaligen Felsen betrachten und bewusst erleben. Zwischen einer halben und einer Million Menschen besuchen jährlich die Externsteine. Unter dieser hohen Besucherzahl leidet zwangsläufig auch die Natur und das Naturschutzgebiet der Externsteine. Ein Problem, welches heute viele dieser Landschaftspunkte haben.

Mein Fazit des Besuches

Die Externsteine gehören nicht unbedingt zu den must have der Dinge, die man gesehen haben sollte. Wer sich jedoch für Kulturgeschichte und Landschaftsformen interessiert, dem ist ein Besuch dieser Felsen nur zu empfehlen. Am besten in der Nebensaison, wenn noch nicht viele Menschen unterwegs sind. Um den Externsteinen bewusst zu begegnen, braucht man Ruhe und Raum. Gerade zum Sonnenauf- oder untergang bei schönem Wetter und bestem Licht muß diese Felsengruppe Gebiet noch imposanter erscheinen.

Weitere Informationen zu den Externsteinen

Die Felsen bei Wiki

Teutoburger Wald

Naturerlebnispfade des Landesverband Lippe 

Hallo, ich bin Torsten. Das Leben machte mich zum Optimisten mit Lebenserfahrung, Abenteurer, Naturschützer, Forstarbeiter, Logistiker, Journalist, Eurovisionär, Sammler, Schriftsteller, Künstler …

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