Deutsche Vorentscheidung 2020 zum Eurovision Song Contest in Rotterdam

Durch die deutsche Vorentscheidung 2020 wissen wir also nun, welcher Interpret und welcher Künstler unser Heimatland beim Eurovision Song Contest in Rotterdam vertreten wird. War es eine Überraschung? Und auf welchem Platz im Finale wird Deutschland nun landen? Diese und mehr Fragen beschäftigen die Eurovisionfans nun am Tag nach der deutschen Vorentscheidung 2020.

Deutsche Vorentscheidung 2020 zum Eurovision Song Contest in Rotterdam (Foto: beim ESC in Kiew)

Die deutsche Vorentscheidung 2020 „Unser Lied für Rotterdam“

Nein, eine richtige deutsche Vorentscheidung gab es dieses Jahr gar nicht. Denn das Publikum wurde dieses Mal aussen vorgelassen. Eventuell, weil es keine Ahnung hat. Oder vielmehr, weil die Ausrichtung einer für Fans standesgemässsen Sendung das Budget gesprengt hätte. Schliesslich hat man das Geld ja für etwas anderes benötigt. Über die ausfallende Vorentscheidung zum ESC hatte ich bereits in meinen Gedanken im Februar sinniert. Der NDR entschloss sich nach dem Elend der vergangenen Jahre zu einer „völlig anderen“ Vorgehensweise. Nämlich für die Auswahl von Interpreten und Songs durch Expertinnen und Experten. Zwei unabhängige Juries haben ausgewählt, welcher Künstler mit welchem Lied für Deutschland beim ESC in Rotterdam auftritt. Für die gesamte Prozedur des Auswahlprozesses wurde sogar ein Erklärvideo gedreht! Das könnt ihr hier schauen:

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Ein neuer Weg nach Rotterdam?

Die Mitglieder der beiden Juries wurden danach ausgewählt, ob sie im Jahr 2019 mit ihrer Einschätzung der ESC-Songs dem tatsächlichen Ergebnis besonders nah kamen. Ok- das kann man so machen. Meiner Meinung nach ist das trotzdem immer wieder ein Spiel mit der Glaskugel. Auch ich habe schon mehrmals Gewinner richtig vorausgesagt. Bei anderen Malen lag ich trotzdem meilenweit daneben.

„Zu sagen, wir machen weiter wie bislang, wäre sicherlich der falsche Weg.“

Thomas Schreiber ARD-Unterhaltungskoordinator 2019 nach dem S!ster-Schock

Statt einem offiziellen öffentlichen Vorentscheid gab es nur eine Bekanntgabe des aktuellen Teilnehmers. Und das nach einer ziemlich desaströsen Kommunikationspolitik. Anscheinend waren sich die Verantwortlichen selbst nicht ganz einig bei der Vorgehensweise. Schade für die vielen langjährigen Fans des Grand Prix de la Chanson, für die somit ein Höhepunkt des Jahres entfallen ist. Die Sendung wurde allerdings (aus Kostengründen?) am Nachmittag aufgezeichnet und um 21.30 Uhr im Nischenkanal One ausgestrahlt.

Die Sendung selbst war eine ausgesprochene Billigproduktion. Selbst die Schöneberger hatte schon mal bessere Kostüme an. Am Tag der deutschen Vorentscheidung zwängte sie sich in ein zu knapp wirkendes schwarzes Etwas in Kunstlederoptik. Dieses wurde auch durch die gelbe  – ebenfalls billig anmutende Kittelschürze nicht wertiger. Aber wem es gefällt! Verstreute geladene Journalisten, der neue ARD-Teamchef für den ESC und die neue Head of Delegation waren ebenfalls mit am Set der Sendung. Zu sehen gab es neben dem oben verlinkten Video noch ein Promovideo, in dem Barbara Schöneberger die deutschen Bemühungen um den Eurovision Song Contest besingt. Irgendwie muss man ja eine einstündige Sendung um ein drei Minuten-Lied (3:19 bis jetzt – da es noch keine ESC-Version gibt) ausfüllen. Diverse schlechte Kamerafahrten inklusive!

Alles in allem machte diese Sendung auf mich den Eindruck, der NDR hat gar nicht mehr ein so grosses Interesse am ESC. Zumal die Einschaltquoten und Ergebnisse der letzten Vorentscheidungsjahre auch enttäuschend gewesen waren. Irgendwann in dieser Sendung wurde dann das streng gehütete Geheimnis gelüftet:

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Ben Dolic vertritt Deutschland beim ESC

Mehr zu unserem Song für Rotterdam in nächster Zeit. Bleibt dran!

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