Mitten im Ramberger Forst findet der aufmerksame Wanderer den sogenannten Pullermann – ein archäologisches Naturdenkmal aus der frühen Bronzezeit.

Aufgrund der Form des Hauptsteines wird diese alte Thingstätte von den Waldesruhern nur der Pullermann genannt.

In einem kreisrunden Areal, welches aus Steinen der Umgebung begrenzt ist, befindet sich ein aufrecht stehender Hauptstein. Ein waagerecht liegender Granitblock hat seinen Platz vor diesem Hauptstein. Dieser diente wohl als Opferstein, auf welchem die vorchristlichen Priester Opfergaben an die Götter dargebracht haben.

Die kreisrunde Begrenzung öffnet sich in Richtung Süden zu einem Eingang in die Opferstätte, die noch einmal von zwei aufrecht stehenden Monolithen begrenzt ist.

In nordwestlicher Richtung befindet sich ein weiterer großer Granitblock mit einem kugelförmigen Stein aus rotem Buntsandstein. Die Wissenschaftler sind sich noch uneins darüber, welche Funktion dieser Stein hatte. Als sicher belegt ist allerdings, daß die Buntsandsteinkugel nicht aus der Waldesruher Region stammt. Es kann angenommen werden, daß dieses Material ein Anhaltspunkt für überregionale Handelsbeziehungen ist.

Bei Ausgrabungen vor Ort fanden Archäologen hier Werkzeuge, welche eine Datierung der gesamten Anlage aus der Zeit 2000 vor Christus zulassen.

Die gesamte Anlage hat einen Durchmesser von 3,50 m. Der Hauptstein besitzt mit einer Höhe von 1,50 m fast die Größe eines heute lebenden Menschen. Zur Zeit der Erbauung war dieser Monolith sicher größer als die damals lebenden Bronzezeitmenschen. Der Opfertisch hat eine Länge von 1,50 m. Die rote Buntsandsteinkugel besitzt einen Durchmesser von 35 cm.

Als archäologisches Flächenkulturdenkmal von regionaler Bedeutung wurde der Pullermann bereits 1951 unter Schutz gestellt.