Der Geopark Waldesruher Höhen

Der Geopark Waldesruher Höhen

Geschrieben von Edgar Ente

Dieser Beitrag wurde am 26.04.2021 aktualisiert.

Veröffentlicht wurde er am 26.01.2014.

Am 26.01.2014 war es soweit! Der Geopark Waldesruher Höhen wurde offiziell als Nationaler Geopark anerkannt. Damit war der beschauliche Ort um eine touristische Attraktion reicher. Und der Schutz der unberührten Natur rund um Waldesruh wurde wieder ein Stück vorangebracht. Ortsvorsteher Egon Schulze und unser Fräulein Krause hatten wieder einen Grund mehr, sich zu freuen, als vor ihnen der Bescheid lag!

Der Geopark Waldesruher Höhen: Am Ramberg befindet sich der Pullermann als Zeugnis der Frühgeschichte

Der Geopark Waldesruher Höhen

Ein nationaler Geopark besitzt geologische Sehenswürdigkeiten, die von regionaler und nationaler geowissenschaftlicher Bedeutung, Seltenheit oder Schönheit sind und repräsentativ für eine Landschaft und ihre geologische Entstehungsgeschichte stehen. Das Prädikat Nationaler Geopark wird seit 2003 verliehen und in Deutschland bestehen zur Zeit 14 derartige Parks. Somit wären die Waldesruher Höhen die Nummer 15!

Als Bestandteile des Geoparks Waldesruher Höhen sollen die Felswand am Hirschkopf, der Hirschkopf selbst, die Felswand im Hagental, der alte offen gelassene Steinbruch und die Drachenglashöhle dieses Prädikat verdienen.

Neben der Vielzahl offen gelassener Erdschichten zeichnet sich das Gebiet auch durch eine Unzahl an Fossilienfunden aus. Urlauber und Touristen können sich hier vor Ort anschaulich über die Entstehungsgeschichte einer ganzen Region informieren.

Gegenüber dem Waldesruher Tagesboten erklärte Fräulein Krause stolz: “Mit dem Geopark ist kein weiterer Schutzstatus verbunden. Vielmehr ist dieses Prädikat Auszeichung eines verantwortungsvollen Handelns gegenüber unser Natur und unserer Kultur”.

Mit der Verleihung des Prädikats sind finanzielle Zuwendungen an den Ort zum Ausbau des Tourismus, der Infrastruktur und der Bildung verbunden. “Wir wissen schon, wie wir diese Gelder sinnvoll einsetzen werden”, führte Egon Schulze weiter aus, “zuallererst werden wir einen geologischen Lehrpfad ausweisen und aufbauen. Die Ausstellung im Nationalparkhaus soll ebenfalls eine geologische Abteilung erhalten.”

Beide sind sich darüber einig, das das Prädikat Nationaler Geopark eine weitere touristische Attraktion, aber auch eine weitere Verpflichtung für den Ort bedeutet. Jetzt gelte es verantwortungsvoll damit umzugehen.

Eine öffentliche Verleihungszeremonie ist wahrscheinlich für ein Wochenende im Frühjahr geplant. Fräulein Krause ist sich schon sicher, dass es im Anschluss an die Zeremonie wieder ein Fest geben wird, an dem alle Waldesruher und Urlauber gemeinsam feiern können.

Der Geopark Waldesruher Höhen feiert 2015 das erste Jahr seines Bestehens

Der Geopark Waldesruher Höhen feiert das erste Jahr seines Bestehens. Aus diesem Anlass haben sich an diesem kalten Januartag einige Waldesruher zu einer Führung durch den Geopark Waldesruher Höhen zusammengefunden. “Der Geopark sollte nicht mit dem gleichnamigen Nationalpark verwechselt werden. Während im Nationalpark der Schutz von Natur und Umwelt in ihrer Gesamtheit Aufgabe ist, ist mit dem Titel Geopark kein Schutzstatus verbunden. Vielmehr soll ein Geopark Ausdruck einer interessanten erdgeschichtlichen Formation sein.” informierte Förster Grünrock die Anwesenden.

Als Bestandteile des Geoparks “Waldesruher Höhen” sind die Felswand am Hirschkopf, der Hirschkopf selbst, die Felswand im Hagental, der alte offen gelassene Steinbruch und die Drachenglashöhle ausgewiesen. An diesen Orten können sich die interessierten Besucher und Waldesruher über die Entstehung ihrer Region in früheren Erdzeitaltern informieren.

Mit der Verleihung des Prädikats Geopark an den Ort Waldesruh wurden von der Landesregierung finanzielle Mittel zum Ausbau der Region zur Verfügung gestellt. Diese Mittel werden von den Waldesruhern zum Ausbau der touristischen Infrastruktur verwendet. Die Tourismusinformation möchte zusammen mit dem Nationalpark verstärkt Führungen auch zu diesem Schwerpunkt anbieten. Fräulein Krause sei bereits in der Planung eines Programmes für die neue Saison.

Farbliche Gestaltung am Steinbruch

Begib dich doch einmal auf Fossiliensuche

Die Gegend um Waldesruh herum ist reich an Fossilien. Diese versteinerten Tiere und Pflanzen stammen aus verschiedenen Erdzeitaltern und sind teilweise erstaunlich gut erhalten. Im Heimatmuseum des Ortes befinden sich einige Exemplare, darunter ein seltenes, fast vollständig erhaltenes Skelett eines prähistorischen Urwildpferdes von der Größe eines heutigen Pudels.

Einige der in der Gemeindemarkung sich befindlichen Aufschlüsse sind jetzt durch die Gemeinde für den Besucherverkehr so freigeben worden, dass hier unter Aufsicht selbst nach Fossilien gesucht werden kann. Die Aufsicht ist leider nötig, da sich in der Vergangenheit nicht alle Besucher mit einem Mitbringsel aus dem Urlaub begnügt haben, sondern teilweise versucht wurde, ganze PKW-Ladungen voller Fossilien abzutransportieren.

Anmeldungen und Terminnachfragen für die Fossiliensuche sind im Waldesruher Rathaus an Fräulein Krause zu richten.

2 Jahre Nationaler Geopark in Waldesruh 2016

Bereits 2 Jahre gibt es das Gebiet des Nationaler Geopark in Waldesruh. Grund genug für die Waldesruher heute dieses Stückchen ihrer Heimat in den allgemeinen Fokus zu stellen. “Wir waren stolz darauf, als wir die Information über diese Auszeichnung erhalten haben”, erklärt Fräulein Krause sichtlich noch bewegt. “Dieses Prädikat ist die Auszeichung eines verantwortungsvollen Handelns gegenüber unser Natur und unserer Kultur“.

Zwar ist der Nationaler Geopark an sich keine besondere Touristenattraktion in Waldesruh. Die Besucher kommen in das beschauliche Örtchen vorwiegend wegen des Nationalparkes Waldesruher Höhenzüge. Jedoch werden die Bestandteile des Geoparkes auch im Rahmen der Führungen der Nationalparkverwaltung der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Auch viele Fossiliensammler verzeichnet der Ort bereits seit der Bekanntgabe des Schutzstatus. Nachdem ein Sammler hier sogar Dinosaurierspuren freigelegt hat, wächst das Interesse noch einmal.

“Neben der Drachenglashöhle schauen sich die Besucher besonders gern die Dinospuren an!” erklärte das Fräulein Krause gegenüber dem Waldesruher Tagesboten. “Für den heutigen Jahrestag des Geoparkes bietet die Tourismusinformation in Zusammenarbeite mit dem Nationalpark stündlich interessante Führungen zu den Orten des Geoparks an.”

Treffpunkt für die Führungen ist jeweils das Besucherzentrum an der Drachenglashöhle. Von hier beginnen zu jeder vollen Stunde ab 9 Uhr bis zum Abend um 18 Uhr die Führungen. Abends ab 20 Uhr findet in der Unteren Rathaushalle ein Mutimediavortrag über den Geopark statt. Sehenswert ist ebenfalls die Ausstellung über die Entstehungsgeschichte der Waldesruher Gegend im Nationalparkhaus, welche sich auch mit dem Nationaler Geopark beschäftigt.

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