Der betrunkene Bauer Heinrich

Bauer Heinrich trinkt manchmal etwas mehr als ihm gut tut. So auch letzten Abend.

Geschrieben von Edgar Ente

Dieser Beitrag wurde am 27.03.2024 aktualisiert.

Erstellt wurde er am 27.03.2013 .

Der betrunkene Bauer Heinrich

Bauer Heinrich trinkt manchmal etwas mehr als ihm gut tut. So auch letzten Abend. Irgendwie hat er sich am Stammtisch beim Bärenwirt festgeredet und so kam ein Bier und Korn zum anderen. Die Waldesruher sind ja hartes Arbeiten gewohnt und wer hart arbeitet, darf auch mal einen trinken.

Der betrunkene Bauer Heinrich

Der betrunkene Bauer Heinrich

Jedenfalls war es schon lange nach Schankschluss, als Heinrich torkelnd vom Bärenwirt heimwärts zog. Den Weg durch den Ort fand er noch relativ einfach, jedoch zu Hause angekommen, verwechselte er den Hauseingang mit der Stalltür und landete im Schafstall. Dort machte er es sich im Heu bequem und schlief sofort ein.

Als seine Frau Rosi ihn am morgen immer noch nicht im Bett fand, machte sie sich natürlich Sorgen – wie es zu einer treusorgenden Ehefrau eben gehört. Aber keiner seiner Kumpane wusste, wo er abgeblieben war. Sei wollte schon die Polizei rufen, jedoch musste sie erst die Tiere versorgen. Und siehe da – kaum dass sie die Stalltür öffnete, liegt ihr Mann inmitten des Schweinekobens und kuschelte sich selig an Rosi, seiner teuren Zuchtsau, und schläft seinen Rausch aus.

Frau Rosi Heinrich war verärgert. Schnell holte sie einen Eimer eiskalten Brunnenwassers und kippte ihn über den Saufkopp aus. Schnell kam der Bauer zu sich und musste eine Schimpftirade über sich ergehen lassen. Zur Strafe durfte er den ganzen Stall nun allein mit seinem Brummschädel ausmisten. Und wieder einmal schwor er sich: „Nie wieder Alkohol!“

Seitdem diese Geschichte auch im Ort bekannt wurde, muß sich Heinrich nun ständig die Witze seiner Freunde anhören. Und auch Rosi, seine Frau ist nicht ganz begeistert davon, daß Bauer Heinrich seine Zuchtsau auf den Namen Rosi getauft hat.

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