Direkt am Nationalparkhaus vorbei führt der alte Schmugglerweg in Waldesruh. Seit dem Mauerbau durften diesees Stückchen Erde nur wenige Menschen betreten. Dementsprechend morbide sah es hier oben aus. Nur einige alte morsche Holzbänke konnte man Ende 1989 noch hier finden. Seitdem Waldesruh wieder entdecjt wurde, blüht auch der Verkehr auf dem alten Schmugglerweg wieder auf. Aber schon lange wird hier nicht mehr geschmuggelt.

Der alte Schmugglerweg in Waldesruh

Der alte Schmugglerweg in Waldesruh – ein Stück Heimatgeschichte

Mitten durch den Mühlenberg, entlang der alten Grenze, welche im Mittelalter noch die beiden angrenzenden Fürstentümer trennte, führt ein alter, fast verwachsener, unscheinbarer Pfad entlang. Dieser Pfad wird von den Bewohner seit jeher Schmugglerweg genannt.

In den grauen Vorzeiten, in denen es den Bewohnern dieser Region noch schlecht ging, blühte über diesen Pfad ein reges Schmugglerwesen. Hier wurden Waren, die besonders teuer in Waldesruh waren, günstig im Nachbarfürstentum eingekauft und bei Nacht und Nebel über die Grenze gebracht. Anders herum lief dieser Handel natürlich ebenso ab. So wollten die Bewohner dem Diktat der Obrigkeit entgehen. Auch der ein oder andere Wilderer, der seinen Landesherren um ein Wildschwein oder einen Hirsch erleichtert hatte, floh kurz vor dem Entdecken und der Festnahme über die Grenze und konnte dort aufgrund der geltenden Gesetze nicht von seinem eigentlichen Landesherren bestraft werden.

In heutigen Zeiten braucht natürlich niemand mehr zu schmuggeln oder zu wildern. Trotzdem wird der Schmugglerweg aktuell wieder freigeschnitten und gangbar gemacht. Er wird Bestandteil des Wanderwegenetzes werden, welches dem Waldesruhbesuchern den Besuch der schönen Natur und Landschaft ermöglichen soll.

Der alte Schmugglerweg in Waldesruh

Begrünung am Schmugglerweg

Am Schmugglerweg in Waldesruh auf der Höhe des Nationalparkhauses wird weiter begrünt. Die ursprünglich dort auch geplanten Fichten sind vorab wieder entfernt wurden. Nun wachsen nur Laubbäume hier. Zusätzlich wurden hier wieder per Hand einige Grasbüschel gepflanzt. Weitere Ausstattungselemente wie Bänke, eine Informationstafel, Holzstapel und der erste Fliegenpilz fanden ebenfalls den Weg auf die Anlage.

Ich denke, für diese kleine Ecke reicht es erst einmal. Zuviel ist immer zuviel und weniger ist mehr. Schliesslich sollen noch ein paar Figuren diese Stelle bevölkern. Erst einmal müssen die angrenzenden Bereiche fertig gestellt werden, so der Mühlenbach oder das Gelände unterhalb des Nationalparkfelsens.