In loser Folge druckte der Waldesruher Tagesbote   exklusiv in einigen Folgen das geheime Tagebuch von Kaiser Wilhelm ab. Der Fund des Tagebuches war eine Überraschung für den kleinen unbekannten Ort im Harz.

Mit dem neunten Teil endet das Tagebuch des Kaisers abrupt. In der Weltgeschichte kam es zum Deutsch-Französischem Krieg 1870/71, ihm folgten die sogenannten Gründerjahre mit der Errichtung des Deutschen Reiches und der Krönung von Wilhelm zum Deutschen Kaiser.

Wir können nicht belegen, dass Wilhelm nach dieser Zeit noch einmal in Waldesruh weilte. Selbst die Gästebücher des Bärenwirts geben keine Auskunft darüber. So müssen wir annehmen, daß das Jahr 1866 der letzte bekannte Aufenthalt des Kaisers in Waldesruh war.

Jedes Jahr zu Weihnachten ließ der Kaiser jedoch „seynen geliebten Waldesruhern“ Grüße und eine Summe von 1.000 Preussischen Talern überbringen. Diese Summe sollte der Ort ausdrücklich „zum Schutze und zum Gedeyhen der Waldesruher Gemeynschaft verwenden.

Am 9. März 1888 verschied Kaiser Wilhelm in Berlin. Als die Kunde von seinem Tod in Waldesruh ankam, trauerte der gesamte Ort. Kaiser Wilhelm zu Ehren wurde die große Eiche, unter der er so gern für sich allein saß, in Kaiser-Wilhelm-Eiche umbenannt.

„Geschichtsforscher werden die Tagebuchaufzeichnungen von Kaiser Wilhelm untersuchen und mit anderen bekannten Tatsachen über einbringen. Ob dadurch die Geschichte neu geschrieben werden muss, das liegt nicht im Ermessen von uns Waldesruhern. Wir bewahren nur diese historischen Dokumente für die Nachwelt in einem gebührenden Rahmen auf.“ verkündet der Ortsvorsteher Egon Schulze in einem abschließendem Gespräch mit unserem Reporter Edgar Ente.

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