Auch in Waldesruh geht der längste Winter irgendwann einmal zu Ende. Zwar ist hier sowieso immer gutes Wetter, aber im Winter ist es auch hier kalt und schneereich. Und alle Waldesruher sehen den Frühling mit der erwachenden Natur herbei.

Traditionell ist der Frühlingsanfang am 21. März jeden Jahres der Zeitpunkt und der Grund in Waldesruh ein großes Fest auszurichten – das Frühlingsbegrüßungsfest. Ganz nach dem Motto, wer Zeit zum Arbeiten hat, hat auch Zeit Feste zu feiern.

Der ganze Ort wird dafür geschmückt, vor allen Haustüren und Toreinfahrten werden frisch geschlagene junge Birken gestellt. Auf dem Marktplatz wird der traditionelle Frühlingsbaum errichtet und Festzelte aufgebaut. Selbst die Kühe in den Ställen sehnen diesen Tag herbei, denn spätestens jetzt geht es hinaus auf die frischen Weiden. Und auch Bauer Raffke zeigt zu diesem Zeitpunkt einmal etwas Herz und stiftet einen großen Ochsenbraten, welcher dann vom Bärenwirt auf dem Marktplatz am Spiess gebraten wird.

Der Tag wird mit einem großen Festumzug und dem Austreiben der Kühe durch den Ort begonnen. Danach trifft sich das gesamte Dorf und die Urlauber auf dem Marktplatz um gemeinsam zu singen, zu tanzen, zu feiern und um Spass zu haben. Wie bei allen Feiern muss an diesem Tag niemand in Waldesruh arbeiten, alle können an den Feierlichkeiten teilhaben. Und die Waldesruher, welche die Verpflegung und Versorgung übernehmen, tun dies aus ganzen Herzen. Den traditionellen Abschluss dieses denkwürdigen Tages bietet dann ein grosses Abschlussfeuerwerk. Zu diesem Zweck wurde extra die Hymne des Ortes von den ansässigen Jagdhornbläsern neu vertont. Unter den Klängen der Hymne und dem Lichterspiel des Feuerwerkes endet dann der Tag.