Das Ende der Sommerzeit gilt auch in Waldesruh

Das Ende der Sommerzeit gilt auch in Waldesruh. Am heutigen Sonntag wurden im beschaulichen Örtchen die Uhren eine Stunde zurückgestellt.

Durch die gewonnene Zeit konnten die Waldesruher und ihre Gäste heute eine Stunde länger schlafen. Auch die Kühe mussten mit dem gemolken werden etwas länger warten, äusserten ihren Unmut darüber aber bereits laut. „Wat tu ich mache wenn de Vischer muhen? Melken tu isch wie immer um viere morjens, um viere is um viere! (Was  soll ich machen, wenn die Tiere schreien? Melken werde ich wie jeden Morgen um vier!“ winkte Bauer Heinrich ab und eilte in den Stall.

„Die Sommerzeit ist für viele selbstverständlich geworden.“ erklärte Fräulein Krause gegenüber dem Waldesruher Tagesboten„Jedoch sind viele Menschen darüber erstaunt, daß die Winterzeit eigentlich die für unsere Lage normale Zeit ist. Klar, wir richten uns heute generell mehr nach der Tageslichtzeit als nach der richtigen Uhrzeit. Es ist ja auch viel schöner im Sommer abends noch im Garten sitzen zu können.“

Der Waldesruher Bahnhofsvorsteher Egbert Müller berichtete davon, daß der lt. Fahrplan um 02:15 Uhr abfahrende Personenzug eine Stunde im Bahnhof von Waldesruh warten musste. „Da die Uhrzeit an diesem Tage aber zweimal vorkommt, waren wir uns nicht sicher, um welchen 02:15 Uhr wir den Zug abfahren lassen konnten. Aber durch einen Anruf im Bahnhofs in der Kreisstadt konnten wir das Problem schnell lösen. Es ist gängige Praxis, dass Züge in solcher Situation dann warten müssen. Schliesslich soll der Zug ja pünktlich am Zielbahnhof ankommen.“

„Die Sommerzeit wurde eigentlich dazu eingeführt, um Energie zu sparen. Untersuchungen haben jedoch belegt, dass durch die verlegte Stunde keinen nennenswerten Einsparungen erzielt werden können. Eigentlich könnten wir diese Umstellung wieder abschaffen“ führte der Ortsvorsteher Egon Schulze aus, der gerade mit Pfarrer Braun die Zeiger der Kirchturmuhr auf die nun wieder richtige Uhrzeit einstellte.

Wie stehen unsere geneigten Leser zum Ende der Sommerzeit ? fragt nun der Waldesruher Tagesbote.

Edgar Ente ist ein Kind aus Waldesruh. Er interessiert sich sehr für die Natur und die Entwicklung seiner Heimat. Als Reporter hat er großen Anteil daran, dass der Ort Waldesruh quasi von der Öffentlichkeit „wieder entdeckt“ wurde und berichtet vornehmlich vom Leben aus diesem Ort.

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