Letzte Aktualisierung am 26. Oktober 2020

Das Ende der Sommerzeit gilt auch in Waldesruh. Am heutigen Sonntag wurden im beschaulichen Örtchen die Uhren eine Stunde zurückgestellt. “Auch in Waldesruh müssen die Uhren zurückgestellt werden!” dies stellte der Bahnhofsvorsteher Egbert Müller wieder fest. “Zwei Male im Jahr  kommen wir durch diese Uhrenumstellung mit unserem Fahrplan durcheinander. Mal kommt gar kein Zug, dafür am anderen Male gleich die doppelte Anzahl. Es ist zum Bartraufen!” so Müller zum Waldesruher Tagesboten.

Ende der Sommerzeit

Der Waldesruher Bahnhofsvorsteher Egbert Müller berichtete davon, daß der lt. Fahrplan um 02:15 Uhr abfahrende Personenzug eine Stunde im Bahnhof von Waldesruh warten musste. “Da die Uhrzeit an diesem Tage aber zweimal vorkommt, waren wir uns nicht sicher, um welchen 02:15 Uhr wir den Zug abfahren lassen konnten. Aber durch einen Anruf im Bahnhofs in der Kreisstadt konnten wir das Problem schnell lösen. Es ist gängige Praxis, dass Züge in solcher Situation dann warten müssen. Schliesslich soll der Zug ja pünktlich am Zielbahnhof ankommen.”

Durch die gewonnene Zeit konnten die Waldesruher und ihre Gäste heute eine Stunde länger schlafen. Aber bei den Waldesruhern bleibt allerdings alles beim Alten. So musste Bauer Heinrich wie gewohnt früh morgens um vier Uhr in den Stall. “De Viecher scheren sich nisch um de Zeet, de wollen jemolken werdden. Wenn det Euter drüggt, danne drüggt det. (Die Tiere machen sich nichts aus der Zeit, die wollen gemolken werden. Wenn die Milch drückt, dann drückt sie.”

Und auch Egon Schulze macht sich nun auf den Weg zum Kirchturm, um gemeinsam mit Pfarrer Braun die alte Kirchturmuhr auf die richtige Zeit einzustellen. “Das ist bei uns noch Handarbeit, da gibt es keine Computer, die das für uns machen. Wir machen das alles in Handarbeit.”

“Die Sommerzeit wurde eigentlich dazu eingeführt, um Energie zu sparen. Untersuchungen haben jedoch belegt, dass durch die verlegte Stunde keinen nennenswerten Einsparungen erzielt werden können. Eigentlich könnten wir diese Umstellung wieder abschaffen” führte der Ortsvorsteher Egon Schulze aus, der gerade mit Pfarrer Braun die Zeiger der Kirchturmuhr auf die nun wieder richtige Uhrzeit einstellte.

“Die Sommerzeit ist für viele selbstverständlich geworden.” erklärte Fräulein Krause gegenüber dem Waldesruher Tagesboten“Jedoch sind viele Menschen darüber erstaunt, daß die Winterzeit eigentlich die für unsere Lage normale Zeit ist. Klar, wir richten uns heute generell mehr nach der Tageslichtzeit als nach der richtigen Uhrzeit. Es ist ja auch viel schöner im Sommer abends noch im Garten sitzen zu können.”

Aber etwas gemütliches hat die dunkle Jahreszeit auch: “Es ist wunderschön abends durch unseren Ort zu schlendern. Die beleuchteten Häuser und die engen Gassen geben Waldesruh ein beschauliches und heimatliches Bild. Und warten sie erst auf unser Weihnachten in Waldesruh. Das wird herrlich werden. Wir sind jetzt schon in voller Planung dafür!” seufzte Fräulein Krause ganz entzückt.

Wie stehen unsere geneigten Leser zum Ende der Sommerzeit ? fragt nun der Waldesruher Tagesbote.