„Um für den Winter benötigtes Brennholz selbst sammeln zu können ist nun auch in Waldesruh ein Brennholzsammelschein notwendig.“ informiert Fräulein Krause aus dem Rathaus alle Einwohner von Waldesruh.

Dieser Erlaubnisschein zum privaten Sammeln von Holz zum Zwecke der Brennholzgewinnung – so dessen richtige Bezeichnung im sperrigen Amtsdeutsch – kann aber unentgeltlich und formlos für alle Waldesruher in der Försterei Waldesruh bei Förster Grünrock bezogen werden.

Jeder, der sich im öffentlichen, gemeindeeigenen Wald selbst mit Holz versorgen möchte, braucht diesen Sammelschein. Denn gesammelt werden darf Landesforstgesetz Holz nur, wenn die Erlaubnis der Gemeinde dazu vorliegt. Die Selbstversorgung mit Brennholz ist in den letzten Jahren stark gewachsen. So steigt auch die Nachfrage nach dem Holzsammelschein jährlich.

Der Holzsammelschein berechtigt in erster Linie zum Sammeln von Holz in den vom Förster in den Schein eingetragenen und für den in diesen Gebieten eingewiesenen Holzsammler. Wird ein Baum gefällt, muss dies extra beantragt werden.

Gesammelt werden darf nur in den Gemeindewäldern und den Gebieten, die auf dem Holzsammelschein ausgezeichnet sind. Gesammelt werden darf ausdrücklich nicht in Bereichen des Nationalparkes oder anderweitig geschützter Gebiete.

Der Holzsammelschein hat in der Gemeinde Waldesruh eine Gültigkeit von einem Monat. Die Menge des gesammelten Holzes wird nach Absprache mit dem Förster in den Holzsammelschein eingetragen und darf nicht überschritten werden.

„Wir bedauern es, derartige bürokratische Monster auch in Waldesruh einfordern zu müssen. Bisher haben sich die Waldesruher an Brennholz immer nur das aus dem Wald geholt, was sie gebraucht und verwendet haben. Das lief bei uns in Absprache so und jeder hat sich daran gehalten. Warum das nun nicht mehr so sein soll verstehen wir auch nicht. Der Ortschaftsrat versucht bereits eine für alle befriedigende Lösung zu finden.“ so Fräulein Krause weiter gegenüber dem Waldesruher Tagesboten.