Jemand, der dieses Blog schon längere Zeit verfolgt, weiß, dass es hier nicht nur zwangsläufig um Natur und Naturfotografie geht. Vielmehr habe ich mir auch gerade in der Anfangszeit Gedanken gemacht, wie ich selbst mein Leben bewusster und umweltfreundlicher gestalten kann.

Bewusst möchte ich mir nicht das Label „Ökofreak“ anhängen – die Zeiten, da man als umweltbewusster Mensch mit langem Rauschebart und Jesuslatschen umher gewandelt ist, sind lange vorbei.

Vielmehr geht es darum, dass jedes Handeln entsprechende Konsequenzen hat. Immer gibt es Gewinner und Verlierer. Einer muss immer für den Erfolg oder den Luxus des Anderen bezahlen – seien es die Tiere, die Umwelt oder anderen Menschen z.B. in Billig-Lohn-Ländern.

Wenn man sich auf seine Kindheit zurück besinnt: wie konnte man sich da über Kleinigkeiten freuen? Und heute? Gestern habe ich auf der Jahreshauptversammlung des NABU Bremen gehört, dass von den Schülern einer ersten Klasse schon 17 Schüler einen eigenen Fernseher im Kinderzimmer haben! Dies stellt in meinen Augen schon eine sträfliche Mißachtung des Kindeswohls dar! Die Entwicklung dieser Kinder ist wohl schon vorbestimmt …

Nein, es muß nicht immer mehr und mehr sein, es muß nicht immer Luxus sein. Dieses Wünschen treibt uns in ein Hamsterrad, in dem wir uns selbst immer weiter abstrampeln, um doch nie an unser Ziel zu kommen. Warum nicht aus diesem Hamsterrad ausbrechen und bewusster und minimalistischer leben?