DSCN5767Überall leuchten auf den Märkten der Städte die Lichter der Weihnachtsmärkte. Überall? Nein – nicht in Waldesruh!

Der Waldesruher Tagesbote berichtete darüber, dass aufgrund verzögerter und anhaltender Bauarbeiten auch dieses Jahr kein Weihnachtsmarkt in Waldesruh abgehalten werden kann.

Besonders für die Kinder in Waldesruh ist dieser Zustand sehr traurig. So kam es, dass der Forschtrat Tobi mit ziemlich trauriger Miene am Mühlenbach sass und noch nicht einmal Spass am Beobachten der Wasseramseln hatte, welche sich gerade am Ufer tummelten. Tante Rukolla sah den Jungen und nach einem kleinen Gespräch war für sie klar, dass hier etwas getan werden musste!

Schnell lief sie in den Ort und trommelte ein paar der Waldesruher zusammen. Zufälligerweise lief gerade auch Egon Schulze über ihren Weg. Folgender Dialog entwickelte sich:

TR: „Egon, es kann nicht angehen, dass unsere Kinder keinen Weihnachtsmarkt haben!“

ES: „Tante Rukolla, du weisst doch, wir bauen und haben überall Verspätung. Uns tut das selbst leid, dass wir keinen Weihnachtsmarkt haben. Habt doch einmal Verständniss dafür, dass nicht alles nach Wunsch läuft.“

TR: „Weihnachten ohne Weihnachtsmarkt ist kein Weihnachten! Da muss doch was gemacht werden! Wir sind doch Waldesruher – uns ist bisher immer etwas eingefallen.“

In diesem Moment kam auch Fräulein Krause aus dem Rathaus.

FK: „Euch hört man ja bis hoch zum Hirschgrund, so laut seit ihr beiden.“

TR: „Stell dir doch mal Weihnachten ohne Weihnachtsgefühle vor. Wir haben noch nicht einmal hier eine Glühweinbude.“

FK: „Ja, es ist leider so, es wird gebaut und wir haben keinen Platz für einen Weihnachtsmarkt.“

ES: „Dafür ist der Parkplatz an deiner Mühle fast fertig.“

TR: „Lass uns doch einen kleinen Weihnachtsmarkt dort aufbauen. Wenn alle mit anpacken, sollte es gelingen!“

ES: „Würdest du denn etwas organisieren auf die Schnelle?“

TR: „Natürlich, schliesslich bricht mir das Herz, wenn ich die Kinder so traurig sehe.“

FK: „In Ordnung, versuchen wir es. Lass uns heute abend gegen acht bei dir in der Mühle treffen. Ich sage dem Bärenwirt bescheid.“

ES: „Ich spreche mit unseren Gemeindearbeitern – schliesslich sind es auch ihre Kinder.“

So trennten sich die drei erstmal und eilten geschäftlich weiter …