DSCN5767Woher kommt der Name Waldesruh? Mit dieser Frage beschäftigt sich der erste Artikel der Serie über die Beiträge zur Geschichte des Ortes und der Umgebung, welche im Waldesruher Tagesboten abgedruckt wird.

Diese Serie erscheint im Rahmen eines geförderten Projektes, welches sich der Erforschung der Waldesruher Geschichtsschreibung verschrieben hat.

Der Ort Waldesruh gehört seit jeher zum Einflussbereich der Askanier. Mit der ersten urkundlichen Erwähnung wurde dieser Flecken dem Stift Quedinburg zugesprochen. Jedoch kam er durch diverse Gebietsreformen bald wieder nach Anhalt-Askanien.

Der Legende nach soll der Stammhalter der Askanier bei einer Jagd um das Jahr 1070 herum mitten im Wald an einen lauschigen Bach Pause gemacht haben. Während der Rast wurde ein ausgiebiger Imbiss gereicht. Dadurch etwas müde geworden, zog sich Adalbert zurück und rief aus: “Ist das hier ein ruhiges Waldfleckchen” und schlief sanft im Moos ein.

Fortan wurde der Ort vom Fürstenhof ruhiger Waldfleck genannt. Im Laufe der Zeit entwickelte sich dann über Ruhewald und Waldruhe das seit dem 12. Jhd gebräuchliche Waldesruh in den verschiedensten Schreibformen.

Schon vor der Zeit als Adalbert seine Rast am Bach (vermutlich war damals schon der Mühlenbach gemeint) einlegte, gelangten die ersten Köhler in diese Gegend – doch das ist ein anderer Teil der Waldesruher Geschichte.