Bauer Raffke und das liebe Wild

Als Grundbesitzer hat Bauer Raffke schon einiges an Geld in Waldesruh verdient. Ihm gehören einige Felder in Waldesruh und auch einige Wälder am Mühlenberg nennt er sein Eigentum.

Geschrieben von Edgar Ente

Dieser Beitrag wurde am 04.11.2023 aktualisiert.

Erstellt wurde er am 04.11.2014 .

Bauer Raffke und das liebe Wild

Als Grundbesitzer hat Bauer Raffke schon einiges an Geld in Waldesruh verdient. Ihm gehören einige Felder in Waldesruh und auch einige Wälder am Mühlenberg nennt er sein Eigentum.

Er selbst bewohnt mit seiner Frau einen Gutshof in der Nähe der Kreisstadt und lässt sich nur in Waldesruh blicken, um nach dem Rechten zu sehen.

Nachdem der Bau des Megahotels gescheitert ist, lässt sich Bauer Raffke noch weniger in Waldesruh blicken. Nur manchmal lässt es sich nicht vermeiden.

Nun begutachtet er wieder einmal seine Felder, auf denen noch Reste des diesjährigen Maisbestandes stehen. Schließlich müssen die Felder für das nächste Jahr bestellt werden und man weiß ja, wie heutzutage die Arbeiter arbeiten – nämlich überhaupt nicht, wenn niemand schaut.

Am letzten, noch nicht abgeernteten Feld angekommen, werden seine schlimmsten Befürchtungen wahr. Hier hatte eine Rotte Wildschweine am gestrigen Abend ein ausgiebiges Abendbuffet gehalten. Für den Schaden soll Förster Grünrock aber büßen.

Schließlich ist der Nationalpark daran schuld, dass er als Jäger hier keine Wildschweine mehr schießen darf. Das aber seine Felder außerhalb des Nationalparks liegen und er hier als Jäger für den Wildschaden verantwortlich ist, vergißt er schnell. Wenn er den Schaden durch die Wildschweine nicht ersetzt bekommt, dann waren es eben die Gänse. Die scheißen ihm sowieso zuviel auf die frische Wintergerste. Die gehören alle abgeschossen und die Wildschweine auch!

Er wird gleich seinem Verwalter beauftragen ein paar neue Kanzeln an den Feldrändern aufzustellen. Und er wird seinen Kumpel von der Bauverwaltung des Kreises zu einer Wildschweinjagd einladen.

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