Ständig plagen Bauer Heinrich seine Zipperlein. „Isch weess och nich, immer hawe ich so een Ziehen im Rüggn, dat gan nich jesunt seen. (Ich weiß es auch nicht, ständig habe ich solche Schmerzen im Rücken, das kann doch nicht gesund sein.“ pflegt er dann immer zu seiner Rosi, also zu seiner Frau und nicht zur Sau zu sagen.

Und Rosi, also seine Frau und nicht die Sau, die weiß dann ganz genau was ihrem Göttergatten fehlt. Dann steckt sie ihm etwas Taschengeld zu, klopft ihm auf die Schulter und meint nur zu ihm. „Heinrich, geh zum Arzt und lass dir die Medizin verschreiben.“

Und Heinrich humpelt dann ganz schuldbewusst aus seinem Stall und in Richtung Bärenwirt. Und Rosi, also seine Frau und nicht die Sau, die schaut ihm hinterher, seufzt und nimmt die Mistgabel in die Hand, „Was soll es, er darf auch sein Vergnügen haben. Der liebe Gott hat uns ja nicht nur zum Arbeiten gemacht.“

Kaum ist Bauer Heinrich dann aus der Sichtweite seines Hofes, wird sein Schritt zunehmends schneller und je näher er dem Bärenwirt kommt, desto gesünder wird er. Die Türschwelle in den Gastraum nimmt er dann schon mit einem fast jugendlichen Hüpfer und setzt sich direkt zu seinen Kumpanen an den Stammtisch.

Und die witzeln natürlich wieder: „Heinrich, hat dich deine Rosi rausgelassen?“. So kommt dann ein Bier und ein Korn zum anderen und der Abend vergeht wie im Fluge.

Irgendwann löscht der Bärenwirt das Licht und schickt die letzen Gäste nach Hause, so auch Bauer Heinrich und seine Kumpane. „Geh nach Hause Heini zu deiner Rosi! Pass aber auf, nicht dass du wieder im Stalll landest! grölen die Saufbrüder dem Bauern zu.

Dieser macht sich schwankend auf den Weg nach Hause.  Wenn er Glück hat schläft seine Rosi, also seine Frau und nicht die Sau, schon und er kann sich ungesehen in das Ehebett schleichen.

„Des iss de beschte Medizien for misch,“ murmelt Heinrich leise und schon ist er schnarchend eingeschlafen. Was wohl seine Rosi am nächsten Morgen sagen wird?