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Bauer Heinrich ist auf der Suche nach einer Weide mit gutem Grünfutter für seine Tiere. „Von nüscht kummt nüscht“ pflegt er immer zu sagen.

Recht hat er wohl, nur glückliche Tiere haben gutes Fleisch. Wer sonst sollte das wissen, wenn nicht Bauer Heinrich? Klar, der Bärenwirt könnten ihn noch übertrumpfen.

Aber Bauer Heinrich schaut sich aktuell die Streuobstwiese von Förster Grünrock an. Und weil keiner das Futter besser beurteilen kann als die Tiere, die es fressen sollen, hat er gleich ein paar seiner Kühe mitgebracht.

Das frische Gras scheint den Kühen nach der Stallzeit zu schmecken. Der Förster scheint ebenfalls angetan zu sein von der Idee, die Kühe hier weiden zu lassen.

Einen Vorteil hat die Weidehaltung auf der Wiese: der Förster müsste nicht mehr soviel Gras mähen und bestimmt gibt ihm Bauer Heinrich auch mal einen leckeren Braten ab.

„Allerdings sollte dann um die Weide ein Zaun aufgestellt werden.“ diskutiert der Förster mit dem Bauer. „Nicht, daß die Tiere in den Wald laufen und dort die jungen Bäume schädigen.“

„Des ischt keen Proplem“ nuschelt Heinrich, „isses eher dat dee Viecher üveralle hinn scheeese due. Da muschte ufpasse wo de hinne dritts. Nich dassde inne Kuhpladder stahst un nachher stinke dust“

Laut lacht der Förster: „Nein, das ist schon ok. Da haben dann eher die Leute aus der Stadt mit ein Problem!“. Bei einem oder auch zwei Gläschen Waldesruher Bitterblubber wollen die beiden nun ihren Deal weiter besprechen.

Keine Kuhweide auf der Streuobstwiese in Waldesruh

das ist die Meinung von Prof. Herbert Wendelorchis vom Kreisverband der Grünen aus der Kreisstadt.

„Es geht überhaupt nicht, daß die Kühe von Bauer Heinrich die auf der Streuobstwiese vorkommenden seltenen Orchideen zertreten und zukoten.“ erläutert der Professor seinen Standpunkt weiter.  „Am besten wäre es, wenn es überhaupt keine Nutzung der Streuobstwiese geben würde.“

Laut Aussagen des Professors war der gesamte Kreisvorstand der Grünen schockiert, als in der Kreisstadt die Nachricht von der zukünftigen Kuhweide verbreitet wurde. „Wir werden alles daran setzen, dass es in Waldesruh keine Kühe gibt!“ empörte sich auch Frau Regina Birkenstock, die Sekretärin des Professors.

Als unser Reporter Edgar Ente den Waldesruher Bauer Heinrich auf die Stimmen aus der Kreisstadt ansprach, winkte dieser nur unwirsch ab: „De Jrinen sin meschugge, die habe doch keene Ahnung von sowas! Isch kan de Kiehe ja och in de Schtall sperre, dat will denen dann och nich jefalle“.

Ob der Urlauber in Waldesruh nun Kühe oder Orchideen auf der Streuobstwiese von Förster Grünrock zu sehen bekommt, kann momentan noch nicht abschließend geklärt werden. Der Waldesruher Tagesbote wird aber auf alle Fälle an der Wiese bleiben!

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