Baubericht für den Ostergrund, Osterhöhe und drumherum
* Hier folgt der Baubericht für den Ostergrund, die Osterhöhe und das Gelände drumherum. Arbeiten an diesem Geländeteil werden hier dokumentiert und der Baufortschritt aktualisiert.*

Charakteristik
Nördlich von unserem eigentlichem Ortskern führt eine Straße durch ein kleines Tal. Diese kleine Tal wird von den Einheimischen Ostergrund genannt. Es endet an der als Osterhöhe bekannten Felsformation. Der Ostergrund wird durch eines Eisenbahnbrücke überspannt. Hier kann der Ort Waldesruh durch ein kleines „imaginäres“ Tunnelportal verlassen werden. Aber natürlich nur, wenn man es wirklich will. :-)
Baubericht über den Ostergrund
12.11.2013 – die Eisenbahnbrücke

Dem aufmerksamen Betrachter ist es eventuell schon aufgefallen. Im Hintergrund der Anlage gibt es eine Fachwerkeisenbahnbrücke. Da ich an mehren Stellen der Anlage gleichzeitig arbeite, habe ich nun diesen Teil begonnen.
Die Brücke überspannt den Ostergrund zwischen den Höhenzügen des Mühlenberges auf der linken Seite und den Rabenklippen genannten Höhenzuges rechts. Der Name Ostergrund erinnert mich an meine alte Heimat. Weil ich hier viele Abenteuer erleben durfte, möchte ich diesen Ort auch in meinem Waldesruh würdigen.
Im Tal führte ursprünglich aus nördlicher Richtung die Zufahrtstrasse nach Waldesruh hinein. So war es jedenfalls angedacht. Von dieser Seite war Waldesruh schon immer per Straße erreichbar, wohingegen in westlicher Richtung in Höhe der Rukollamühle die Straße im letzten Jahr erst als Durchgangsstraße ausgebaut wurde. Aber im Zug der Entwicklung der gesamten Anlage ergaben sich einige gravierende Änderungen. Darum wird es hier nur ein „imaginäres“ Tunnelportal geben, welches die Durchgangsstraße andeutet.
Eine Eisenbahnbrücke jedoch war in den ursprünglichen Planungen schon immer vorgesehen. Während des Baus hatte ich aber noch keine exakten Abmessungen für dieses Bauwerk. So wurde erst einmal eine feste Gleistrasse verlegt.
13.11.2013 – die Eisenbahnbrücke

Zur Vorbereitung musste die Brücke natürlich aus einem Auhagen – Bausatz zusammengebaut werden. Die Farbgebung des Bauwerkes werde ich nach Beendigung der Gipsarbeiten vornehmen.

Danach wurde die eingebaute Gleistrasse entsprechend den Brückenabmessungen ausgesägt. Aufgrund der Rahmen- und Spantenbauweise musste eine Auflagevorrichtung her und die Brücke dann noch entsprechend unterbaut werden. Schließlich soll das Bauwerk ja auch gerade stehen.
Dann wurde das umgebende Gelände wie gewohnt mit Alugitter verkleidet und schon einmal eine Testfahrt durchgeführt. Zufällig war auch gerade der Fotograf vom Waldesruher Tagesbote vor Ort und hat die Bauarbeiten für die Ortschronik dokumentiert.

Das vorbereitete Gelände wird wieder mit Gipsbinden behandelt und nach Trocknung entsprechend weiter vergipst, grundiert und landschaftlich behandelt. Wenn dies alles fertig ist, kann die Brücke farblich gestaltet werden und muss dann noch ihr Geländer erhalten. Die Einwohner von Waldesruh freuen sich schon mächtig auf die Eröffnungsfeier!
14.11.2013 – die Eisenbahnbrücke

Linker Hand der Eisenbahnbrücke verlässt die Strecke der Regionalbahn den Mühlenberg um von diesem Punkt oberirdisch durch die wunderschöne Landschaft um Waldesruh zu fahren. Dementsprechend wurde das Gelände schon einmal provisorisch mit einem Tunnelportal ausgestattet und die Bergwelt modelliert.
Nach Ansehen des Fotos bemerke ich gerade, dass hier an einigen Stellen des Berges noch einmal nachgearbeitet werden könnte … Fotos lügen nicht! Das Tunnelportal wird ebenso wie die Brücke natürlich noch farblich gestaltet. Auf Stützmauern werde ich hier wohl verzichten können, da es hier keine vorspringenden Felspartien im Bereich des Portals gibt.
21.11.2013 – Felsarbeiten am Ostergrund in Waldesruh

Das Tal, welches durch die Eisenbahnbrücke im Norden von Waldesruh überspannt wird, hat nun auch endlich einen Namen. Ab sofort führt hier der Ostergrund nach Waldesruh hinein. Auch hier wurden wieder erst einmal ein paar Gipsarbeiten durchgeführt. Später wird in dieser Ecke wohl ein kleiner PKW-Rastplatz entstehen, wie er an vielen Orten im Harz typisch ist.
18.09.2014 – der imaginäre Tunnel

Ursprünglich sollte hier die Straße durch eine kleine Schlucht den Ort verlassen. Die Schwierigkeit zeigte sich aber darin, dass in diesem Teil eine Weiche vorhanden ist. Sollte diese einmal defekt sein, muss ich irgendwie zur Wartung und Reparatur an diese herankommen.
Deshalb habe ich die Osterhöhe in Waldesruh immer wieder weiter nach hinten geschoben. Nun komme ich aber nicht darum auch hier anzufangen. Um hier nun eine Landschaft entstehen zu lassen, habe ich mich entschlossen, eine Wartungsklappe einzubauen.

Dazu wurden aus Holzresten eine kleine Verkleidung gebastelt. Diese wird, wie auch schon beim Schierberg erfolgt, mit Gipsbinden und Gips so gestaltet, dass diese bei Bedarf herausnehmbar ist.
Jetzt sieht der Blick unter die Brücke natürlich so aus, als würde der Autofahrer später gegen eine Mauer fahren. Deshalb werde ich später diese Holzwand verkleiden und einen kleinen Tunnel reliefartig gestalten. So können die Autofahrer den Ort auch wieder verlassen – so sie denn überhaupt wollen.
20.09.2014 – Modellierung der Warteklappe

Nachdem die Entscheidung für die Wartungsklappe der Osterhöhe in Waldesruh gefallen war, wurde noch eine kleine Rückwand für dieses Teil zurechtgesägt und am Rahmen angeschraubt. Durch das schon erkennbare kleine Tal wird später das Wasser des idyllischen Waldweihers abfließen. Doch bis dahin dauert es noch ein bisschen. Vorerst muss grob die Landschaft modelliert werden.
Dazu wurde wie schon mehrmals geschrieben wieder mit Fliegengitter und Gipsbinden gearbeitet. Das Fliegengitter habe ich nur am Gestell der Wartungsklappe befestigt. An den Seiten und auf der Rückwand liegt die Konstruktion nur auf. Die Übergänge werden letzten Endes bei der Landschaftsgestaltung entsprechend getarnt.
Zur zwischen-zeitlichen Halterung des Fliegengitters haben sich wieder einmal die Steckpins bewährt. Um die bereits verlegten Schienen nicht durch Gipswasser zu verschmutzen (man lernt ja dazu) wurde Zeitungspapier zur Abdeckung in den Untergrund verfrachtet.
Danach wurden – wie schon an anderen Stellen auch – zwei Lagen mit Gipsbinden auf das Fliegengitter verarbeitet und schon einmal die Landschaft grob festgelegt. Eine detaillierte Gestaltung erfolgt dann wieder mit weiteren Gipsarbeiten.
Vom Mühlenberg kommend werden die Wanderer nun über einen Wanderweg an den Waldweiher vorbei über die Osterhöhe zum Gebiet „Geislinger Höhe“ und über den Natternstieg weiter in den Ortskern von Waldesruh gelangen können.
26.02.2015 – Fummelei an der Eisenbahnbrücke

Man glaubt es kaum, wie lange manche Fummelei an einer Anlage dauern können. Gestern war ich abends zwei Stunden damit beschäftigt, das Gleisbett an der Eisenbahnbrücke anzupassen. Was war passiert? Entsprechend der neuesten Planung wollte ich endlich das Gleisbett auf der rechten Anlagenseite verlegen. Beim Anpassen der Gleise bemerkte ich, dass die rechte Seite der Brücke einen mm tiefer als der linke Teil stand.
Genügend, um beim Verlegen des Gleisbettes dafür zu sorgen, dass die Gleise auf dieser Seite der Brücke höher standen als auf der linken. Das Resultat: zwischen Brücke und Gleis war rechter Hand ein Hohlraum zu erkennen. Vorsichtig wurden die Gipsbinden im Bereich des rechten Brückenpfeilers Stück für Stück zerschnitten. Leider war mit einem bisschen drunter legen das Problem nicht behoben.
Glücklicherweise hatte ich den Pfeiler nur an einer Stelle auf das Holzgestell geklebt. Vorsichtig konnte ich den Pfeiler ohne Beschädigung ablösen. Nun musste die Höhe angepasst werden. Nach einigem Hin und Her gelang dies nun auch. Links und rechts der Brücke liegt nun das Gleisbett gleichmäßig von der Höhe her und schließt auch mit den Brückenpfeilern ab. Nur in der Mitte der Brücke gibt es noch einen kleinen Huckel. Dieser rührt jedoch vom Stoß der beiden Schienen her, die hier zusammenstoßen. Dort werde ich mit einem Tropfen Klebstoff nach helfen.
18.11.2024 – Abriß von Waldesruh

Im Zuge des notwendigen Abrisses von Waldesruh (die Hintergründe dazu können hier nachgelesen werden) konnte der Bereich von Ostergrund und Osterhöhe nicht gerettet werden. Das ist aber insoweit nicht schlimm, da dieser Landschaftsbestandteil noch nicht endgültig ausgebaut war. Die Eisenbahnbrücke wurde natürlich gerettet und wartet auf ihren weiteren Einsatz.
Überblick

* Hier folgt der Baubericht für den Ostergrund, die Osterhöhe [...]
Geschrieben von Torsten Berg
Dieser Beitrag wurde zuletzt am 22.09.2025 aktualisiert.
Erstellt wurde er am 12.11.2020 .









