Bau einer Starkstromtrasse nach Waldesruh kann beginnen

Mit dem Bau einer Starkstromtrasse nach Waldesruh wollen die Waldesruher negative Folgen von Geschehnissen wie die Schneekatastrophe vom Anfang diesen Jahres verhindern.

Bau einer Starkstromtrasse nach Waldesruh kann beginnen

Nach Beschwerden der Bürger wird endlich gehandelt!

Der beschauliche Ort Waldesruh war mehr als zwei Wochen von der Außenwelt abgeschnitten (der Waldesruher Tagesbote berichtete). Damit wurde den Waldesruhern klar, es mußte etwas passieren! Der Ortsvorstand diskutierte mit den Einwohnern und ziemlich rasch wurde man sich einig. Die Anbindung des Ortes an die moderne Infrastruktur duldet keinen Aufschub.

Die Waldesruher beauftragten Ortsvorsteher Egon Schulze und das Fräulein Krause  Gespräche mit den übergeordneten Institutionen des Landeskreises aufzunehmen. In diesen Gesprächen sollten die beiden darauf drängen, daß Waldesruh endlich Zugang zu moderner Infrastruktur erhält.

Waldesruh erhält nun eine ausgebaute Glasfaserleitung. Damit wird Telefonieren und eine ultraschnelle Internetverbindung für alle Realität. Aber der Ort benötigt auch eine den Verhältnissen angepasste Stromversorgung. „Jetzt haben wir schon neue Straßenlampen und dennoch wird es im Dunklen nicht hell. Die Lampen flackern nur, da reicht einfach der Strom nicht.“ , beschwerte sich Tante Rukolla in der Diskussion. „Wenn ich dann noch meinen Backofen anschalte, dann dauert es nicht lange und die Sicherungen fliegen raus. Und nur bei Kerzenlicht zu backen ist auch keine Alternative.“

Bau einer Starkstromtrasse nach Waldesruh kann beginnen

Nun kann Egon Schulze bereits die ersten Neuigkeiten verkünden. Der Energieversorger des Landkreises zeigte sich bereit, die für 2020 geplanten Investitionen vorzuziehen. Das Land stockt die geplante Investitionssumme noch einmal deutlich auf. Nun kann der Bau einer Starkstromtrasse nach Waldesruh beginnen.

Mit Förster Grünrock und dem Forstamt wurden sich die Waldesruher ebenfalls einig. Die Waldarbeiter werden für die Trasse eine 15 m breite und knapp 2 km lange Trasse quer durch den Waldesruher Wald Richtung Wilhelmsbrunn schlagen. „Bei den notwendigen Baumfällarbeiten blutet mir bereits jetzt das Herz. Aber Waldesruh benötigt diese Starkstromtrasse. Da muß auch der Naturschutz einmal hintenanstehen. Wir werden uns mit den Fällungen beeilen und darauf achten, daß keine Horstbäume betroffen sind.“ erklärte der Förster in einem Interview.

Der Nationalpark bleibt geschützt

Nur am Nationalpark Waldesruher Höhenzüge hat die Natur vor dem geplanten Bau Vorfahrt. Dazu der Förster: „Mit Rücksicht auf die Natur im streng geschützen Nationalpark wird die geplante Trasse nicht durch den Nationalpark führen. Vielmehr bauen wir die Trasse geradlinig bis zur Grenze und dann in einem großen Bogen entlang der Parkgrenze um den Park herum.“ Diese Maßnahme verdoppelt zwar die Kosten des Baus, erklärte zudem Egon Schulze. Dies sei jedoch im Interesse der Natur und aller Menschen, welche Waldesruh besuchen und sich hier erholen wollen. „Niemand hat die Absicht den Nationalpark zu verbauen!“ bekräftigte Egon Schulze noch einmal eindrücklich.

Am heutigen 1. April beginnen die Baumfällarbeiten. Wenn alles glatt geht, können in einer Woche – also noch vor Ostern – die ersten schweren Baumaschinen anrücken. Der Ortschaftsrat bittet bereits jetzt alle Einwohner und Urlauber um Nachsicht angesichts der größeren Bautätigkeiten und Beinträchtigungen.

 

Edgar Ente ist ein Kind aus Waldesruh. Er interessiert sich sehr für die Natur und die Entwicklung seiner Heimat. Als Reporter hat er großen Anteil daran, dass der Ort Waldesruh quasi von der Öffentlichkeit „wieder entdeckt“ wurde und berichtet vornehmlich vom Leben aus diesem Ort.

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