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Bärenwirt_1Der Bärenwirt ist die Koryphäe des guten Essens in Waldesruh! In seinem – dem einzigen – Gasthaus im Ort trifft sich alles, was Rang und Namen hat.

Dies natürlich auch wegen dem guten Essen, welches er seinen Gästen anbietet. Schon Kaiser Wilhelm war von der Küche seines Großvaters begeistert.

In Kooperation mit dem Waldesruher Tagesboten erlaubt der Bärenwirt nun allen Lesern einen Einblick in seine geheimen Kochbücher. Die Frage, „Was essen wir denn heute?“ sollte von nun an der Vergangenheit angehören!

Edgar Ente sprach mit dem Bärenwirt über seine Küche, sein Verhältnis zum Essen und – natürlich – über seine Rezepte.

Edgar Ente (EE): „Herr Bärenwirt, seit ihrem Auftritt im neuen Waldesruher Werbefilm haben Sie ja eine begeisterte Anhängerschaft gefunden. Wie empfinden Sie die verstärkte Aufmerksamkeit?“

der Bärenwirt (BW): „Sehr geehrter Herr Edgar Ente, ich weiss gar nicht, ob ich nun so der Star bin. Allerdings gibt es viele ältere Frauen, welche mich schon nach dem ein oder anderen Rezept gefragt haben.“

EE: „Ok, sie wollen gleich zum Thema kommen – Ihrem neuen Kochbuch des Bärenwirtes. Was war der Anlass unseren Lesern einen Einblick in ihre Kochkunst zu gewähren?“

BW: „Entschuldigung Herr Ente, aber so sollte das nicht klingen. Ich bin nur nicht der Mensch, der gern im Rampenlicht steht. Die vielen Frauen machen mich eher nervös, ich habe doch meine Hilde!“

EE: „Sie brauchen jetzt nicht zu erröten.“

BW (wird tatsächlich rot im Gesicht): „Also zu meinem Kochbuch: Ich lege Wert auf eine gesunde  und abwechslungsreiche Kost. Meine Küche orientiert sich an den regionalen und saisonalen Besonderheiten unserer Heimat. Wir brauchen kein argentinisches Rindfleisch um gut zu essen!“

EE: „Also gibt es bei Ihnen dann eine bäuerliche arme-Leute-Küche?“

BW (ganz empört): „Herr Ente, Sie waren wohl noch nie bei mir! Auch mit einfachen und günstigen Zutaten kann man sehr gutes Essen zaubern. Es kommt auf die Qualität an und welche Wertschätzung man den Lebensmitteln entgegenbringt. Ich sage immer, wenn man mit Liebe kocht, schmeckt es doppelt so gut.“

EE: „Lieber Bärenwirt, Ihr Essen ist immer vorzüglich – da kann ich gar nichts anderes sagen! Haben denn Ihre Rezepte eine Geschichte?“

BW: „Natürlich. Vieles habe ich von meinen Grosseltern und auch von meinen Eltern gelernt und übernommen. Der heutigen Jugend ist ja gar nicht mehr bekannt, wie man selbst kocht. Die reißen Tüten auf , öffnen eine Dose oder lassen den Pizzadienst kommen. Das Wissen um viele Rezepte und auch Fertigkeiten in der Küche sind ja schon fast verloren gegangen. Wissen Sie, wie man eine Bechamelsoße selbst zubereitet?“

EE: „Ehrlich gesagt nein, ich kaufe die fertig im Laden.“

BW: „Sehen Sie lieber Freund, das ist das Problem. Sie kaufen da ein Fertigprodukt und wissen eigentlich nur, dass es industriell hergestellt wurde. Im Supermarkt kostet die Bechamelsosse 1,99 – doch sie brauchen nur etwas Butter, Mehl und Milch. Das geht ganz einfach und kostet nur einen Bruchteil davon. Selbst gemacht ist einfach besser. Und wir haben die Wahl auch Produkte zu kaufen, die in der Region produziert sind. Man kann beim Kochen seine ganzen Sinne einsetzen und bewusst geniessen! Riechen Sie doch einfach einmal an einer frischen Mohrrübe! Das ist natürlich schwierig, wenn Sie die in Plaste eingepackt im Supermarkt kaufen.“

EE: „Dieser ganze Verpackungsmüll ist wirklich ärgerlich. Haben Sie da einen Tip für unsere Leser?“

BW: „Also ich kaufe die Zutaten für meine Rezepte frisch beim Bauern. Das ist hier in Waldesruh ja kein Thema, da kommt sogar das Fleisch noch warm in die Pfanne sozusagen. Aber auch in der Stadt gibt es Märkte, man braucht nicht unbedingt verpackte Lebensmittel im Supermarkt einzukaufen.“

EE: „Sie stellen unseren Lesern die Rezepte kostenfrei zur Verfügung. Haben Sie denn wirklich alle selbst gegessen?“

BW: „Na hören Sie einmal guter Freund! Ich würde nichts empfehlen, von dem ich nicht selbst überzeugt bin. Nur was man selbst kennt und wert schätzt, kann man gutem Gewissen weiterreichen. Ich möchte, daß alle Menschen einen Zugang zu gesundem Essen haben. Wir brauchen wieder mehr Wertschätzung für unser Essen, aus dem wir ja unsere Lebensenergie ziehen. Die Menschen müssen einfach wieder erkennen, das selber kochen mehr Lebensfreude und Lebensqualität bringt. Deshalb gibt es meine Rezepte hier im Waldesruher Tagesboten ja auch kostenlos.“

EE: „Vielen Dank für dieses freundliche und informative Interview. Ich bin schon gespannt auf Ihre Rezeptideen. Können Sie uns denn etwas verraten?“

BW: „Das wissen Sie doch schon alles: morgen geht es los mit einer traditionellen schnellen Waldesruher Linsensuppe.  Aber mir hat dieses Interview auch viel Spass gemacht, aber nun muss ich zu meinen Knödeln schauen!“

Hiermit lassen wir den Bärenwirt dann wieder in seiner Küche arbeiten, die Gäste warten auf ihr Essen. Der Waldesruher Tagesbote wird in unregelmässigen Abständen die Rezepte des Bärenwirtes veröffentlichen. Natürlich freuen wir uns über Rückmeldungen unserer Leser.

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