Seit knapp 10 Jahren führe ich ein nahezu autofreies Leben. Mehr oder weniger fing mit dieser Situation mein Weg zum Minimalismus an.

Was bedeutet es für mich heute, kein Auto zu haben? Vorweg gesagt: Ich vermisse es in meiner momentanen Situation nicht wirklich!

Als positive Effekte kann ich anführen, dass ich das Nichtvorhandensein meines Autos deutlich am Geldbeutel merke. Es fallen nicht mehr die monatlichen Fixkosten, die Ausgaben für Benzin, Reparaturen etc. an. Ich ärgere mich nicht mehr über Wertverlust, Beschädigungen durch Fremde und stehe nicht mehr sinnlos im Stau herum.

In das Büro fahre ich mit dem Bus, zum Einkaufen kann ich zu Fuss gehen, kleinere Entfernungen werden mit dem Rad erledigt. Große Strecken z.B. für den Urlaub werden mit dem Zug zurückgelegt und wenn nötig geflogen. Und sollte doch einmal Bedarf nach einem motorisierten Untersatz bestehen, kann ich auf ein Carsharing-PKW zurückgreifen. Dies kommt allerdings nur wenige Male (2-3) im Jahr vor.

Die negativen Effekte des fehlenden Autos halten sich sehr in Grenzen. Manchmal bedauere ich es, bei herrlichstem Fotowetter nicht einfach morgens meine Fotoausrüstung in den  Wagen laden zu können und an einen abgelegenen Ort zu fahren. Zwar geht dies auch mit dem Fahrrad oder per Bus / Fuss, jedoch nur in einem beschränktem Radius und zu verkehrsüblichen Zeiten.

Solange es meine aktuelle Situation jeweils zulässt, werde ich mir jedoch kein eigenes Auto mehr zulegen.