Heute vor einem Jahr eröffnete nach einigen Monaten angestrengter Arbeit das DDR-Museum in Waldesruh. Aus diesem Anlass findet heute eine kleine Festivität auf dem Museumsgelände statt.

„Wir müssen uns immer wieder anhören, daß wir mit dem DDR-Museum hier an der Grenze dem Unrechtsstaat DDR noch huldigen. Aber wer unser Museum im bestehenden Jahr besucht hat, der weiß, dem ist nicht so!“ führt Egon Schulze fast beleidigt aus.

Das DDR-Museum in Waldesruh stellt den Alltag in der DDR dar. Viele originale Ausstellungsstücke erzählen vom Leben, Arbeiten, von der Freizeit und vom Lieben im untergegangenen Staat. Ergänzt wird alles noch durch schriftliche und audio-visuelle Zeitzeugenberichte.

„Die DDR war mehr als Mauer und Stasi, dies vergessen einige Leute immer wieder!“, so Schulze weiter. „Das Leben in der DDR ist genauso ein Teil unserer Geschichte wie das Leben im Mittelalter oder zur Nazizeit. Das Leben ist nun einmal nicht Schwarz-Weiß, sondern bunt. Auch wenn manche es in vielen Grauschattierungen sehen möchten.“

Auf dem Gelände des Museums findet ab 10 Uhr ein großes Fest mit Livemusik aus der DDR statt. Der Bärenwirt serviert ostdeutsche Gerichte der Region. Ein DDR-Autokorso wird gegen 13 Uhr am DDR-Museum eintreffen und auch Gelegenheit für einige Mitfahrten bieten.

Auch die Bahn in Waldesruh spannt ihren Jubiläumszug mit DR-Dampflokomotove und den typischen DDR-Reiseanhängern an und bietet stündlich eine Rundfahrt durch den Nationalpark an.

Der Eintritt auf das Festgelände ist kostenlos, auch die Ausstellung des Museums ist heute ohne Eintritt zu besichtigen.